Zoologischer Garten Berlin



Unter dem Berliner Zoologischen Garten wird der Westberliner Zoo verstanden, während sein Pendant in Friedrichsfelde üblicherweise als Tierpark bezeichnet wird. Die Anreise zum Zoologischen Garten erfolgt mit öffentlichen Verkehrsmitteln über den gleichnamigen Bahnhof. Der Zoo liegt im Berliner Stadtteil Tiergarten. Der Berliner Zoo ist eine Aktiengesellschaft, allerdings ist es auf Grund der geringen Anzahl Aktien kaum möglich, Zoo-Anteilspapiere an der Börse zu erwerben. Als gemeinnützige Einrichtung ist die Auszahlung einer Dividende an die Aktionäre des Berliner Zoologischen Gartens ausgeschlossen.

Der frühere zentrale Westberliner Fernverkehrsbahnhof Berlin Zoologischer Garten war nach dem Zoo benannt. Heute dient der Bahnhof lediglich als Halt für die S-Bahn sowie den Regionalverkehr. Dass sich tatsächlich gegenüber dem Bahnhof ein Zooeingang befand, war vielen Reisenden nicht bewusst. In das Bewusstsein der bundesweiten Bevölkerung gelangte der Berliner Zoo durch den Eisbären Knut. Dieser starb bereits im Alter von fünf Jahren an einer Hirnerkrankung, auf Grund seines Aufwachsens mit der Flasche wurde er berühmt und bewirkte eine deutliche Zunahme der Zoobesuche in Berlin. Des Weiteren gehört das Aquarium zu den beliebtesten Einrichtungen innerhalb des Berliner Zoologischen Gartens.

Der Zoologische Garten zu Berlin wurde bereits 1841 eröffnet, somit ist er der älteste Zoo im heutigen Deutschland. Während der Zoo den Ersten Weltkrieg unbeschadet überstand, wurde er im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört, von den dort lebenden Tieren überlebten nur wenige den Krieg. Der Wiederaufbau des Berliner Zoologischen Gartens begann direkt nach Kriegsende; er zog sich jedoch mehrere Jahrzehnte hin, da die Entscheidung zur Wiederherstellung einzelner Gebäude erst später getroffen wurde. 1956 erfolgte das erstmalige Aufstellen von Tierskulpturen im Berliner Zoo, ebenfalls eröffnete der Tierpark das Nachttierhaus. Ein großer Teil der Tierskulpturen erinnert an ehemalige Zoobewohner wie das bekannte und bei Zoobesuchern beliebte Flusspferd Knautschke. Der Eingang an der Budapester Straße erfolgt über das Elefantentor, dieses trägt seinen Namen auf Grund der beiden aus Sandstein angefertigten liegenden Elefanten. Viele Gebäude auf dem Zoogelände wurden der in den Heimatländern der gezeigten Tiere vorherrschenden Bauweise nachempfunden. Eine Gedenktafel im Zoo erinnert an die während der Naziherrschaft ausgegrenzten und verfolgten jüdischen Zooaktionäre.

Der Zoologische Garten in Berlin ist ganzjährig ohne Schließtage geöffnet. Die Zeit der abendlichen Schließung variiert in Abhängigkeit vom Eintritt der Dunkelheit. Innerhalb des Zoogeländes sind gastronomische Einrichtungen vom Kiosk bis zum Restaurant vorhanden.



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