Unter den Linden



Die Straße unter den Linden ist die wichtigste Prachtstraße in Berlin-Dorotheenstadt und Berlin-Friedrichswerder. Sie verbindet das Brandenburger Tor mit dem Übergang zur Museumsinsel. Der heutige S-Bahnhof Brandenburger Tor trug früher den Namen Unter den Linden und ist weiterhin ideal für die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Nach ihrer Fertigstellung soll die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Alexanderplatz eine neue Station mit dem Namen Unter den Linden erhalten, welche sich etwa auf der Hälfte der Straßenlänge befindet.

Unter den Linden
Unter den Linden in Berlin

Das Hotel Adlon gehört zu den traditionsreichsten Berliner Hotels und befindet sich unweit des Pariser Platzes. Das alte Gebäude brannte jedoch im Mai 1945 ab. Die Ursache für den Brand konnte nicht sicher ermittelt werden, es handelte sich jedoch eindeutig nicht um die Folge einer Bombardierung. Der Wiederaufbau des Traditionshotels erfolgte erst nach dem Mauerfall. Die Eröffnung des Hauptteiles erfolgte 1997, einige Restaurants wurden ein Jahr später eröffnet. Der Neubau ist nicht historisch korrekt erfolgt, sondern stellt einen historisierenden Baustil dar. Ein weiteres bekanntes Bauwerk stellt die Akademie der Künste dar. Des Weiteren haben mehrere Botschaften ihren Sitz in der Prachtstraße. Eine zentrale Gedenkstätte in der Straße ist die Neue Wache, diese ist allen Opfern von Kriegen und Gewaltherrschaft gewidmet. Die wichtigste Skulptur im Innern des Gebäudes ist die Pietà von Käthe Kollwitz, die Künstlerin bezeichnete ihr Werk selbst als Mutter mit totem Sohn. Dieser Unterschied ist von Bedeutung, da sich der Begriff Pietà kunstgeschichtlich zumeist auf christliche Darstellungen bezieht. Kurios war, dass mit Reinhart Kosseleck ein bekannter Historiker sich gegen die von Helmut Kohl getroffene Wahl der Pietà von Käthe Kollwitz als Skulptur in der neuen Wache aussprach und meinte, dass diese Juden als Opfer des Faschismus nicht berücksichtige. Der ursprüngliche Zweck der neuen Wache war nicht die Funktion als Denkmal, sondern sie diente zunächst militärischen Zwecken. Mit der Sankt-Hedwigs-Kathedrale liegt auch die katholische Berliner Bischofskirche in der Straße Unter den Linden.

Die Straße Unter den Linden ist natürlich jederzeit frei zugänglich, die einzelnen entlang der Straße gelegenen Sehenswürdigkeiten haben unterschiedliche Öffnungszeiten und erheben verschieden hohe Eintrittsentgelte. Die Cafés sind eher dem gehobenen Preissegment zuzurechnen. Die Gesamtlänge der Straße Unter den Linden beträgt weniger als zwei Kilometer.



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