Topographie des Terrors



Die Topographie des Terrors ist eine Dokumentationsstätte in Berlin-Kreuzberg. Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt am besten über den U-Bahnhof Kochstraße, der Fußweg vom Potsdamer Platz ist ebenfalls nicht weit. Die historische Bedeutung des Ortes besteht darin, dass sich im Gebäude während der Naziherrschaft die Hauptstelle der Geheimen Staatspolizei befand. In unmittelbarer Nähe befand sich das Hauptquartier der SS.

Die Dauerausstellung der Dokumentationsstätte Topographie des Terrors zeigt im ersten Teil die Geschichte und die Bedeutung von Polizei und SS während des Dritten Reiches.
Berliner Mauer
Die Berliner Mauer
Viele Exponate betrachten deren Funktionen aus der Perspektive der Opfer; ebenso werden die verschiedenen Opfergruppen dokumentiert. Auf dem Freigelände zeigt die Dokumentationsstätte in ihrem zweiten Teil eine Ausstellung zur Rolle der damaligen Reichshauptstadt Berlin und ihrer Vertreter während der Nazizeit, die Freiluftausstellung ist bislang lediglich im Frühjahr und im Sommer zu sehen. Der Geländerundgang führt in fünfzehn Etappen über das Gelände der Dokumentationsstätte. Neben Exponaten aus der nationalsozialistischen Zeit wurde ein kleiner Teil der Berliner Mauer in die Gedenkstätte integriert. Sonderausstellungen zeigen Bilder aus dem Ghetto Litzmannstadt sowie die Rolle der Gefängnisse der Gestapo. Des Weiteren werden die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse dargestellt.

Die Ausstellung Topographie des Terrors ist nahezu täglich geöffnet, Schließtage sind lediglich der Heilige Abend sowie Silvester und Neujahr. Der Eintritt in die Dokumentation ist frei. Die Beschriftung der Exponate erfolgte in deutscher sowie in englischer Sprache. Besucher können auch die von der Dokumentationsstätte eingerichtete Bibliothek benutzen und Bücher über die Geschichte des Nationalsozialismus einsehen. Neben der Besichtigung der Dokumentationsstätte ist die Teilnahme an Führungen und Seminaren sowie an häufig angebotenen Vorträgen und Buchpräsentationen möglich.

Topographie des Terrors
Topographie des Terrors

Eine Zweigstelle des Dokumentationszentrums befindet sich in Berlin-Schönweide auf dem Gelände eines NS-Zwangsarbeitslagers. Dort wird die Topographie des Terrors mit Bezug auf die Situation der Zwangsarbeiter dargestellt. Die in Schöneweide geplante Dauerausstellung wird voraussichtlich 2013 eröffnet werden können, bereits heute sind die Baracken einschließlich der von Zwangsarbeitern angebrachten Wandnotizen zugänglich. Dieser Teil des Dokumentationszentrums ist nach kurzem Fußweg vom S-Bahnhof Berlin-Schöneweide erreichbar, die eine Haltestelle kann aber auch mit dem Bus überbrückt werden.



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