Schloss Charlottenburg



Schloss Charlottenburg ist ein heute als Museum dienendes Schloss in Berlin-Charlottenburg. Die Anfahrt erfolgt am besten mit dem Bus ab der S-Bahnstation Westend, der Fußweg von dort dauert ebenfalls nur wenige Minuten. Das Schloss grenzt an die Spree.

Schloss Charlottenburg in Berlin
Das Schloss Charlottenburg in Berlin

Schloss Charlottenburg wurde im Juni 1699 eingeweiht und zunächst von Sophie Charlotte genutzt. Zur damaligen Zeit hieß das Schloss Lietzenburg, es wurde nach dem benachbarten Ort Lietzow benannt, dieser wurde 1719 nach Charlottenburg eingemeindet. Die Umbenennung des Schlosses sowie die Begründung der gleichnamigen Stadt erfolgte 1705 nach dem Tod von Sophie Charlotte. Zwischen 2004 und 2006 nutzte der Bundespräsident vorübergehend Schloss Charlottenburg, da sein eigentlicher Dienstsitz im Schloss Bellevue renoviert wurde.

Schloss Charlottenburg in Berlin
Das Berliner Schloss Charlottenburg
Das Schloss besteht neben dem Hauptgebäude aus einigen Nebengebäuden wie der Orangerie und dem Mausoleum als Begräbnisstätte der Hohenzollern. Die Orangerie wurde nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg originalgetreu wiederaufgebaut und bietet als barockes Gebäude heute gute Voraussetzungen für Konzertveranstaltungen. Ebenfalls dient es als Ausstellungsraum für Sonderausstellungen und beherbergt ein Restaurant. Das ausschließlich als Teehaus errichtete Gebäude mit dem Namen Belvedere dienst heute als Ausstellungsraum für die Porzellansammlung. Im Hauptgebäude sind die Wohnungen von Friedrich dem Großen und Sophie Charlotte sowie die Kroninsignien die interessantesten Sehenswürdigkeiten. Das kunstgeschichtlich wichtigste Bild im Charlottenburger Schloss ist Einschiffung nach Kythera von Jean-Antoine Watteau. Die Bevölkerung bezeichnet den Schlossgarten des Schlosses in Berlin-Charlottenburg als Schlosspark. Der Garten wurde ursprünglich als Barockgarten angelegt und später mehrfach umgestaltet. Die heute im Boden zu sehenden Ornamente entsprechen nicht den Originalen, auch wenn sie wie Barockornamente aussehen. Die Fontäne ist ebenfalls deutlich größer als im Original. Die Abweichungen im Charlottenburger Schlossgarten gelten jedoch ihrerseits als baugeschichtliche Zeugnisse.

Schloss Charlottenburg ist als Museum zugänglich. Für den Besuch des Schlossparks wurde mehrmals die Erhebung eines Eintrittsentgeltes erwogen, bis jetzt hatten die Proteste der Charlottenburger Bürger, für die der Park als Ort der Naherholung dient, gegen diese Pläne Erfolg. Gegenüber dem Schloss liegen drei weitere Museen. Faszinierende Kunstwerke im Außenbereich des Schlosses sind zwanzig Attika-Skulpturen.



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