Der Reichstag



Der Berliner Reichstag diente bereits der Weimarer Republik als Sitzungssaal des Parlamentes und wird in dieser Funktion seit dem Umzug des Deutschen Bundestages nach Berlin erneut verwendet. Des Weiteren wählt die Bundesversammlung hier den Bundespräsidenten. Erreichbar ist der Reichstag mit der U-Bahnlinie 55, der U-Bahnhof trägt den Namen Bundestag. Der Fußweg vom Berliner Hauptbahnhof zum Reichstag dauert nur wenige Minuten. Während der deutschen Teilung besuchten ausländische Staatsgäste in Berlin regelmäßig das Reichstagsgebäude, an dessen Ostseite die Mauer verlief.

Reichstag in Berlin
Der Berliner Reichstag

Das Reichstagsgebäude wurde durch den Brand von 1933 und während des Krieges durch Bomben stark beschädigt, der Wiederaufbau erfolgte während der 1960er Jahre in einer modernisierten Bauweise. Weitere Umbaumaßnahmen erfolgten ab 1995.

Der Andachtsraum im Reichstagsgebäude wurde so konzipiert, dass er von Abgeordneten aller Religionen als Rückzugsraum und zum Gebet benutzt werden kann. Die einzige gemeinsam abgehaltene Feier ist jedoch eine von wenigen Parlamentariern besuchte ökumenisch-christliche Andacht. An die während der Naziherrschaft verfolgten ehemaligen Reichstags-Abgeordneten erinnert eine von Katharina Sieverding entworfene Gedenkstätte. Das für die Kunst der Gegenwart auffälligste Kunstwerk im Reichstag ist ein von Joseph Beuys entworfener Tisch. "Zeit und Leben" lautet der Titel eines von Bernhard Heisig angefertigten Gemäldes, dessen Thema wichtige Ereignisse aus der deutschen Geschichte sind. Auf einer von Jenny Holzer errichteten Stele sind auf Leuchtschriftbändern Teile von Reden sowie Zwischenrufe zu lesen, wie sie den Protokollen nach von Abgeordneten gehalten wurden. Neben dem Gedenkraum im Gebäude befindet sich vor dem Reichstag ein Denkmal an die sechsundneunzig durch Nationalsozialisten ermordeten Abgeordneten des Reichstages.

Berlin - Reichstag
Der Reichstag in Berlin
Der Zugang zu den Innenräumen des Reichstages ist aus Sicherheitsgründen nur angemeldeten Besuchern möglich. Die selbst vorgenommene Anmeldung ist möglich, üblich ist die Einladung durch einen Abgeordneten zur Teilnahme als Besucher an einer Plenarsitzung, welche mit einer Führung durch das Gebäude verbunden wird. Über die Einrichtung eines frei zugänglichen unterirdischen Besucherzentrums am Reichstagsgebäude wird nachgedacht. Das imposante Reichstagsgebäude stellt auch für es nur von außen besichtigen könnende Gäste eine interessante Sehenswürdigkeit dar. Die Fahne der Einheit wird nachts angestrahlt. Der Besuch der Aussichtsplattform oben in der Kuppel des Reichstagsgebäudes (weitere Infos) ist vom Besuch des eigentlichen Bauwerks unabhängig, auch hierfür ist jedoch eine Anmeldung erforderlich. Das Denkmal auf dem Vorplatz des Reichstages ist selbstverständlich frei zugänglich.



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