Olympiastadion Berlin



Das Olympiastadion ist das größte Sportstadion in Berlin, es befindet sich im Stadtteil Westend. Da die Bahnhöfe der U-Bahn und der S-Bahn mehr als einen Kilometer voneinander getrennt sind, unterscheiden sie sich in der Schreibweise. Die U-Bahn bezeichnet ihre Station als U-Bahnhof Olympia-Stadion, während der S-Bahnhof ohne Bindestrich Olympiastadion geschrieben wird.

Das Berliner Olympiastadion wurde zwischen 1934 und 1936 gemeinsam mit weiteren Einrichtungen des Olympiageländes erbaut. Zwischen den Jahren 2000 und 2004 erfolgte ein umfassender Umbau. Mit dem Umbau verbundene neue Elemente sind die Stadionkapelle sowie die blaue Tartanbahn. Die ungewöhnliche Farbe der Laufbahn beruht auf Wünschen des Fußballvereines Hertha BSC. Die Kunst am Berliner Olympiastadion wird durch Sportler wie einen Diskuswerfer und einen Staffelläufer darstellende Skulpturen repräsentiert. Diese beiden Skulpturen schuf Karl Albiker, während die Plastiken von Arno Breker einen Zehnkämpfer sowie eine Siegerin abbilden. Arno Breker verhielt sich während der Naziherrschaft ambivalent. Einerseits förderte mit einem Teil seiner Kunstwerke nationalsozialistisches Gedankengut, andererseits setzte er sich nach Auffassung der Entnazifizierungsstelle auch aktiv für verfolgte Künstler ein. Stelen im Olympiastadion nehmen die Namen der deutschen Olympiasiegerinnen und Olympiasieger auf. Der Haupteingang wird durch die Olympischen Ringe geschmückt. Als Kompromiss zwischen den Erfordernissen der Stadionmodernisierung und den Ansprüchen des Denkmalschutzes können bei der Renovierung zwischen 2000 und 2004 erfolgten Veränderungen zu einem großen Teil leicht rückgängig gemacht werden.

Die Hauptnutzung des Olympiastadions erfolgt durch den Fußballverein Hertha BSC Berlin, den Höhepunkt der Saison stellt jedoch das jährliche Pokalendspiel der Männer dar. Das Pokalendspiel der Frauen wurde durch die Verlegung von Berlin nach Köln vom Vorspiel des Männerendspieles zum eigenständigen Sportereignis aufgewertet. Das Internationale Stadionfest (ISTAF) ist die wichtigste jährliche Leichtathletikveranstaltung im Berliner Olympiastadion. Neben der sportlichen Nutzung finden dort auch einige Konzerte statt, ebenso wurde das Stadion mehrfach bei religiösen Großveranstaltungen wie dem Kirchentag als Veranstaltungsort in das Programm einbezogen. Das Stadion ist seit dem letzten Umbau komplett barrierefrei und wurde für diese Eigenschaft 2007 durch das IOC ausgezeichnet. Für alle Besucher angenehm ist die vollständige Überdachung der Zuschauerränge sowie die keine Schatten verursachende extrem leistungsfähige Flutlichtanlage im Berliner Olympiastadion.

Das Berliner Olympiastadion kann an Tagen ohne dort findende Veranstaltung besichtigt werden. Die Besichtigung umfasst neben dem Stadion weitere Einrichtungen des Olympiageländes, so ist auch eine Fahrt auf den Glockenturm möglich.



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