Die Oberbaumbrücke



Die Oberbaumbrücke ist eine Spreebrücke in Berlin. Sie verbindet die Stadtteile Kreuzberg und Friedrichshain und ist sowohl von der Warschauer Straße als auch vom Ostbahnhof zu Fuß gut erreichbar. Über die Brücke verkehren mehrere Buslinien sowie die U-Bahn. Die Brücke ist für alle Verkehrsteilnehmer freigegeben.

Oberbaumbruecke in Berlin
Die
Oberbaumbrücke in Berlin

Die Oberbaumbrücke wurde 1896 erstmals in Betrieb genommen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde sie zerstört, um den Vormarsch der Alliierten auf Berlin aufzuhalten. Bereits kurz nach Kriegsende konnte die Oberbaumbrücke war die Oberbaumbrücke wieder für den Verkehr benutzbar und wurde von Fußgängern rege genutzt. Die Nutzung der Oberbaumbrücke endete mit dem Mauerbau im August 1961. Erst 1972 erklärte die DDR sich bereit, die Brücke wieder für den Fußgängerverkehr freizugeben, allerdings durfte sie nur von Einwohnern Westberlins und mit einer Reiseerlaubnis ausgestatteten DDR-Bürgern betreten werden. Nach der Wende erfolgte eine grundlegende Renovierung der Oberbaumbrücke, bei welcher der mittlere Brückenteil komplett erneuert wurde. Seit 1995 ist die Brücke für den Straßenverkehr ebenso wie für den U-Bahnverkehr wieder freigegeben. In die Straßenmitte der Oberbaumbrücke wurden Straßenbahnschienen eingelassen, damit eine spätere Straßenbahnlinie zwischen Friedrichshain und Kreuzberg ohne weitere Umbauarbeiten eingerichtet werden kann. Viele Bürger fordern die baldige Einrichtung der Straßenbahnlinie sowie die Sperrung der Oberbaumbrücke für den Kraftfahrzeugverkehr.

Bei der Oberbaumbrücke handelt es sich um eine Bogenbrücke mit Durchfahrten für Schiffe. Auf zwei Türmen sind der Berliner Bär sowie der Brandenburgische Adler als Relief zu sehen. Als bekanntestes Kunstwerk führt die East Side Gallery als bemalter Bestandteil der Berliner Hinterlandmauer vom östlichen Ende der Oberbaumbrücke zum Ostbahnhof. In Verbindung mit der Renovierung der Oberbaumbrücke installierte Thorsten Goldberg das Kunstwerk Schere, Stein, Papier. Hierbei wechseln die Umrisslinien der beim Kinderspiel verwendeten Handstellungen regelmäßig, der
Oberbaumbruecke in Berlin
Die Oberbaumbrücke in Berlin bei Nacht
jeweilige Wechsel wird ausschließlich durch den Zufall gesteuert und weist auf die Willkür politischer Entscheidungen hin. Die Gemüseschlacht zwischen Kreuzberg und Friedrichshain nimmt den Charakter eines Volksfestes an. Hierbei versuchen die Bewohner beider Stadtteile, die jeweils andere Seite auf die andere Seite der Brücke zurückzudrängen. Als “Waffen“ zugelassen sind Obst, Eier und alle ungefährlichen glibbrigen Gegenstände.

Die Oberbaumbrücke kann als öffentlicher Verkehrsweg selbstverständlich kostenlos begangen oder befahren werden, bei einer Fahrt mit der U-Bahn oder dem Bus gilt der normale Tarif.


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