Das Nikolaiviertel



Das Nikolaiviertel gilt als einer der Gründungsorte Berlins. Es befindet sich am Ostufer der Spree, das zentrale und namensgebende Gebäude ist die Nikolaikirche. Bei der Anfahrt zum Nikolaiviertel mit öffentlichen Verkehrsmitteln bietet sich der Bahnhof Alexanderplatz zum Aussteigen an, von dort ist das Viertel schnell zu Fuß erreichbar.

Nikolaiviertel in BErlin
Das Berliner Nikolaiviertel

Das Nikolaiviertel wurde während des Zweiten Weltkrieges größtenteils zerstört. Der heute zu sehende Wiederaufbau erfolgte nicht historisch, sondern historisierend. Ein großer Teil der historischen Gebäude wurde nicht exakt am ursprünglichen Platz wiedererrichtet, zudem sind viele Häuser lediglich im Stil der Vorkriegszeit neu erbaut worden. Zwischen den im alten Stil errichteten Häusern befinden sich auch für die DDR typische Plattenbauten.

Die Nikolaikirche wurde bereits vor dem Zweiten Weltkrieg von der evangelischen Kirche als Gottesdienstraum aufgegeben und während des Krieges zerstört. Die Neuerrichtung des des Gebäudes fand in den Jahren von 1981 bis 1983 statt, allerdings dient die Nikolaikirche weiterhin nicht als Kirche, sondern sie wird als Museum sowie als Veranstaltungsort verwendet. Das Glockenspiel der Kirche besteht aus einundvierzig Glocken und ist sehr hörenswert. Das Thema der Ausstellung in der Nikolaikirche ist die Geschichte der Kirche. Bedeutende Ereignisse in der Nikolaikirche
Nikolaiviertel in Berlin
Das Nikolaiviertel in Berlin
waren der Übertritt aller Ratsherren von Berlin und Cölln im Jahr 1539 sowie die Vereidigung der ersten Stadtabgeordnetenversammlung im Jahr 1809. Das Abgeordnetenhaus der vereinigten Stadt Berlin nahm die Tradition 1991 auf und führte seine konstituierende Sitzung in der Nikolaikirche durch. Das Zillemuseum informiert über das Leben Heinrich Zilles und stellt einen Teil seiner Werke vor, während sich das Hanfmuseum mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Nutzung der traditionellen Nutzpflanze befasst. Das Knoblauchhaus wurde nach einer Familie Knoblauch benannt und gewährt den Besuchern bei freiem Eintritt einen Blick in die Lebenswertl des Biedermeier. Das Ephraim-Palais bietet eine Ausstellung zur Kulturgeschichte und zur Kunstgeschichte mit einem regionalen Bezug zur Stadt Berlin.

Der Zugang zum Nikolaiviertel ist natürlich jederzeit frei möglich. Die Museen haben unterschiedliche Öffnungszeiten. Zwanzig Tafeln informieren Spaziergänger innerhalb des Berliner Nikolaiviertels über interessante Sehenswürdigkeiten und historisch bedeutsame Daten.



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