Das Kulturforum



Das Kulturforum befindet sich in Berlin-Tiergarten zwischen dem Potsdamer Platz und dem Landwehrkanal. Es gilt als das deutlichste Beispiel einer misslungenen
St. Matthäus Kirche
Die St. Matthäus Kirche in Berlin
Stadtplanung in Berlin und wird von einigen Touristen aus exakt diesem Grund besucht. Die Mehrzahl der Berlin-Gäste geht jedoch gezielt in eine der am Kulturforum gelegenen Einrichtungen, ohne den geplanten Charakter des Ensembles als gestaltetes Forum wahrzunehmen. Einer der Gründe für die häufige Nichtwahrnehmung des Kulturforums als gestaltete Einheit ist dessen Zerschneidung durch die Potsdamer Straße. Des Weiteren fehlen Cafés, deren Besuch zu einem längeren Aufenthalt auf dem Kulturforum außerhalb der einzelnen Einrichtungen motivieren könnte. Zurzeit erfolgt eine politische Diskussion, ob das Kulturforum umgestaltet werden soll oder ob gerade seine Unabgeschlossenheit als typisches Merkmal erhaltenswert ist.

Musikveranstaltungen finden rund um das Berliner Kulturforum im Kammermusiksaal sowie in der Philharmonie statt. Des Weiteren verfügt das Musikinstrumentenmuseum über einen Konzertsaal. Die Berliner Philharmonie hat einen für Konzerthäuser ungewöhnlichen und an einen Zirkus erinnernden fünfeckigen zeltartigen Baustil, das Podium befindet sich inmitten des Raumes. Die drei bedeutendsten Museen am Kulturforum sind die Neue Nationalgalerie, die Gemäldegalerie und das Kunstgewerbemuseum. Kleinere Museen am Kulturforum in Berlin sind das Musikinstrumentenmuseum und das Kupferstichkabinett. Die Neue Nationalgalerie zeigt Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts. Neben der Dauerausstellung zeigt die Neue Nationalgalerie in Berlin regelmäßig Sonderausstellungen. Die ausschließliche Konzentration der Sammlung auf das zwanzigste Jahrhundert erfolgte nach der Eröffnung der Kunstausstellung im Hamburger Bahnhof. Die Gemäldegalerie zeigt hingegen Gemälde aus dem dreizehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert. Das Kunstgewerbemuseum ist weiterhin zwischen den Standorten Kulturforum und Schloss Köpenick aufgeteilt. Im Zentrum der Ausstellung am Kulturforum steht ein Rundgang mit Informationen zur Entwicklung des Kunsthandwerkes seit dem Mittelalter bis in unsere Zeit. Besonders zahlreich sind die Exponate aus dem Bereich der Goldschmiedekunst sowie der Teppiche und Gläser aus Italien. Für das zwanzigste Jahrhundert zeigt die Ausstellung den Übergang vom Kunsthandwerk zum Industriedesign. Das Berliner Musikinstrumentenmuseum zeigt 3500 Exponate, darunter sind flämische Cembali und Geigen bekannter italienischer Geigenbauer. Das Kupferstichkabinett stellt überwiegend Drucke und einige weitere Kunstwerke aus Papier vor und gehört zu den größten grafischen Museen in Europa. Die ältesten dort gezeigten Zeichnungen stammen aus dem Mittelalter, anhand der weiteren Exponate lässt sich die Entwicklung der Kunstrichtung bis in die Gegenwart nachvollziehen. Der größte Teil der gezeigten Werke wurde von deutschen, italienischen und niederländischen Künstlern angefertigt.

Kulturforum Berlin
Das Kulturforum in Berlin

Der Zugang zum Kulturforum als Platz ist selbstverständlich rund um die Uhr und kostenfrei möglich. Die einzelnen Einrichtungen rund um das Kulturforum haben unterschiedliche Öffnungszeiten und erheben jeweils eigenständig festgelegte Eintrittsentgelte.



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