Das Berliner Hanfmuseum



Hanf ist nicht nur ein Rauschmittel, sondern in erster Linie eine alte und traditionelle Nutzpflanze, deren Verwendung erst seit einigen Jahrzehnten wieder statthaft ist. In Berlin ist dem Hanf ein Museum im Nikolaiviertel gewidmet. Erreichbar ist das Museum mit dem Bus über die Haltestelle Nikolaiviertel sowie mit der S-Bahn und der Straßenbahn über den Alexanderplatz sowie mit der U-Bahn über die Stationen Klosterstraße und Stadtmitte.

Das Berliner Hanfmuseum wurde im Dezember 1994 eröffnet und befasst sich mit grundlegenden Fragen zum Thema Hanf. Das Museum war bis 2006 Sitz des vormaligen Vereines Bündnis Hanfparade; dieser organisierte unter anderem die jährliche Hanfparade. Inzwischen wird die Hanfparade von einem neuen Verein veranstaltet. Ihr erklärtes Ziel ist die Freigabe von Hanf, auch wenn dieser THC enthält. Gegenwärtig ist der kontrollierte Anbau von Hanf gestattet, sofern dieser keinen oder einen zu vernachlässigenden TCH-Gehalt aufweist. Aus legal angebautem Hanf werden unterschiedliche Produkte wie Kleidung und Papier, aber auch Lebensmittel und Getränke, angefertigt.

Das Berliner Hanfmuseum informiert über alle Aspekte der Hanfpflanze. Hierzu zählen auch die Nutzungsmöglichkeiten des Hanfes als Medizin sowie als Genussmittel. In der Ausstellung wird erkennbar, dass die Betreiber des Museums sich für die Legalisierung aller Varianten der Hanfpflanze und aller ihrer Nutzungsmöglichkeiten einsetzen. In diesem Zusammenhang informiert das Museum über die Verwendung und über die rechtliche Beurteilung von Hanf in unterschiedlichen Kulturen und zeigt die Ursachen ebenso wie die Geschichte der Hanf-Prohibition auf. Weitere bedeutende Teile des Museums befassen sich mit Verwendung von Hanffasern für die Herstellung von Textilien sowie mit der Papierherstellung aus Hanf. Der enorme Nutzen der Hanfpflanze als Dämmmaterial wird im Museum ebenfalls vorgestellt.

Das Berliner Hanfmuseum ist dienstags bis freitags von 10.00 Uhr bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 12.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet. Über die Öffnungszeiten an Feiertagen sowie eine etwa siebentägige Betriebspause während des Winters informiert das Museum kurzfristig. Das Berliner Hanfmuseum wird privat betrieben und über die Eintrittsentgelte finanziert. In den Räumen des Museums befindet sich ein kleiner Shop, in welchem neben Informationen über die Hanfpflanze auch zugelassene Produkte aus Hanf verkauft werden. Das dem Hanfmuseum angeschlossene Café dient außer als Treffpunkt auch als Ausstellungsraum für überwiegend in Berlin lebende Künstler.



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