Die Glienicker Brücke



Die Glienicker Brücke führt zwischen Berlin-Wannsee und Potsdam über die Havel. Erreichbar ist die Brücke aus Berlin mit dem Bus über die Haltestelle Glienicker Lake, der Haltestellenname Glienicker Brücke wird für die Potsdamer Brückenseite verwendet, welche außer mit dem Bus auch mit der Straßenbahn erreicht werden kann.

Eine Gedenktafel auf der Glienicker Brücke erinnert daran, dass sie nach ihrem Wiederaufbau zunächst als Brücke der Einheit bezeichnet wurde, obgleich sie ihre verbindende Funktion auf Grund der Grenzziehung nicht ausüben konnte. Die Statue Nike (Sieg) 1989 erinnert ebenfalls an die Grenzöffnung, sie wurde durch den in Dresden geborenen Bildhauer Wieland Förster angefertigt. Von der Glienicker Brücke bietet sich ein schöner Blick auf Schloss Glienicke, ihren Charakter als Sehenswürdigkeit verdankt die Havelbrücke zwischen Berlin-Wannsee und Potsdam jedoch überwiegend ihrer geschichtlichen Bedeutung während der deutschen Teilung.

An der Stelle der heutigen Glienicker Brücke befand sich bereits seit dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts eine erste Havelquerung. Bei der heutigen Brücke handelt es sich um das vierte Brückenbauwerk an der entsprechenden Stelle; erforderlich wurde dieses, da die alte Steinbrücke dem wachsenden Verkehr nicht mehr gewachsen war und auf Grund der Neueinrichtung des Teltow-Kanales nicht mehr ausreichte. Der Baubeginn erfolgte 1906 und die Eröffnung im Jahr 1907. Ursprünglich wurde die offiziell Brücke Kaiser-Wilhelm-Brücke genannt, diese Bezeichnung konnte sich im Sprachgebrauch jedoch nicht durchsetzen. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Glienicker Brücke zerstört, als Geschütze der Roten Armee auf ihr angebrachte Sprengvorrichtungen trafen. Der Wiederaufbau der Glienicker Brücke fand von 1947 bis 1949 statt. 1952 erfolgte jedoch eine Sperrung der Brücke für den zivilen Fahrzeugverkehr; Fußgänger konnten bis Mitte 1953 noch mit einer Sondergenehmigung die Glienicker Brücke benutzen. Danach durften sich nur noch Angehörige der Militärmission über die Brücke zwischen Berlin und Potsdam bewegen. Zudem fanden drei Austausche hochrangiger Agenten über die Glienicker Brücke statt. Eine bekannte Flucht aus der DDR über die Glienicker Brücke fand 1988 statt, hierbei zerstörte ein LKW die Grenzsperren. Die allgemeine Öffnung der Glienicker Brücke für die Öffentlichkeit fand bereits einen Tag nach der Maueröffnung am zehnten November 1989 statt.

Die Glienicker Brücke ist als öffentliche Straße natürlich jederzeit nutzbar. Wer nicht zu Fuß über die Brücke gehen möchte, kann auch mit dem Bus über die Brücke fahren. Die Busverbindung über die Glienicker Brücke wird auch während der Nachtstunden mindestens im Stundentakt bedient.



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