Die East Side Gallery



East Side Gallery bedeutet Galerie auf der Ostseite und bezeichnet einen erhaltenen und mit Kunst versehenen Bereich der Berliner Mauer. Die East Side Gallery verläuft zwischen dem Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke. An dieser Stelle wurde die eigentliche Grenze zwischen Westberlin und Ostberlin durch die Spree markiert, so dass der Mauerabschnitt zur Hinterlandmauer gehört. Der Beschluss zur Errichtung der East Side Gallery wurde 1989 im Zuge der Verhandlungen über die Vereinigung der Künstlerverbände der BRD und der DDR gefasst, die Eröffnung fand Ende September 1990 statt. Den Auftrag für die Bemalung des Mauerabschnittes erteilte noch der Ministerrat der DDR. Die einzelnen Kunstwerke der East Side Gallery wurden von Künstlern aus Deutschland ebenso wie von bekannten ausländischen Künstlern angefertigt und haben die politischen Veränderungen während der Jahre 1989 und 1990 zum Thema.

East Side Gallerie in Berlin
Die East Side Gallery

Die Länge der East Side Gallery beträgt mehr als eintausenddreihundert Meter, damit ist sie eine der längsten Freiluft-Kunstausstellungen der Welt. Auf Grund des Neubaus einer Veranstaltungshalle in der Nähe des Berliner Ostbahnhofes musste die öffentliche Kunstgalerie auf einem kurzen Teilstück unterbrochen werden. Da sich die Bilder an der freien Luft befinden, sind sie starken Witterungseinflüssen ausgesetzt und verwitterten während der vergangenen Jahre teilweise sehr stark. Nach ersten im Jahr durchgeführten
Berliner Mauer East Side Gallerie
Berliner Mauer - East Side Gallery
Sanierungsmaßnahmen wurde acht Jahre später eine umfangreiche Sanierung der gesamten Galerie erforderlich. Für diese Maßnahme wurden die noch lebenden Künstler eingeladen, ihre Werke erneut auf die Mauer zu malen. Die Werke verstorbener Künstler wurden ebenso fachgerecht restauriert wie die Kunstwerke der Kunstschaffenden, die nicht nach Berlin reisen wollten oder konnten.

Die restaurierten Werke wurden präpariert, so dass sie künftig besser vor Witterungseinflüssen geschützt sind. Acht an der Erstellung der East Side Gallery beteiligten Künstler verweigerten nicht nur ihre Mitarbeit an der Restaurierung der Mauerkunst, sondern untersagten zugleich die Durchführung von Restaurierungsarbeiten durch Dritte, da sie die Verwitterung als Bestandteil des Kunstwerkes ansahen oder nicht wollten, dass ihre Bilder nachgemalt wurden. Waren ursprünglich einhundertachtzehn Künstler aus einundzwanzig Ländern an der Gestaltung der East Side Gallery beteiligt, lassen sich heute nach dem Mauerdurchbruch wegen der Errichtung einer Veranstaltungshalle und auf Grund einiger nicht erteilter Genehmigungen zur Restaurierung noch einhundertundzwei Werke besichtigen. Die in der Öffentlichkeit ausgestellte East Side Gallery ist selbstverständlich kostenlos und ohne zeitliche Einschränkung möglich.

Umfangreiche Informationen zu den einzelnen Kunstwerken der Mauergalerie erhalten Besucher bei einer individuell buchbaren Führung.


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