Das Currywurst-Museum in Berlin



Berlin gilt als die Heimatstadt der Currywurst und besitzt entsprechend auch ein dieser Spezialität gewidmetes Museum. Das Berliner Currywurst-Museum befindet sich im Stadtzentrum und ist mit der U-Bahn über die Stationen Kochstraße oder Stadtmitte erreichbar.

Berlin gilt ebenso wie das Ruhrgebiet als eine Hochburg des Currywurst-Verzehrs. Es besteht jedoch ein grundlegender Unterschied zwischen beiden Varianten: Während in Berlin die Bratwurst als Grundlage für eine Currywurst nicht verwendet wird, sind Currywürste im Ruhrgebiet üblicherweise Bratwürste mit der entsprechenden Sauce. Das Berliner Currywurst-Museum wurde erst 2009 als weltweit erstes Museum seiner Art errichtet.

Das Berliner Currywurst-Museum ist in fünf Themenbereiche aufgeteilt. Im ersten Bereich betreten die Besucher eine typische Imbissstube und erleben diese aus der Perspektive eines Mitarbeiters. Auf zwei Karten lassen sich die Lagen der bekannten Berliner Currywurst-Verkaufsstellen sowie die Verbreitung der Wurst in anderen Städten und Staaten feststellen. Der zweite Themenbereich des Currywurst-Museums ist als Gewürzkammer eingerichtet und informiert darüber, aus welchen Zutaten das Currypulver hergestellt wird. Das Currypulver ist eine Gewürzmischung aus Kurkuma und weiteren Gewürzen, welche variieren. Der dritte Raum beschäftigt sich mit Herta Heuwer (1913 bis 1999). Die Berliner Imbissbudenbesitzerin gilt als Erfinderin der Currywurst und bot die heutige Kultspeise erstmals im Herbst 1949 an. Herta Heuwer hat sich ihre typische Soße unter dem Namen Chillup patentieren lassen. Das nächste Themengebiet informiert über die Entwicklung der Speisegewohnheiten während der letzten fünftausend Jahre und befasst sich mit den ökologischen Fragen des Currywurst-Verzehrs. Dabei wird jedoch weniger auf die Fleischproduktion als vielmehr auf die ökologische Produktion der für eine Currywurst zum Mitnehmen häufig verwendete Pappschachtel. Der letzte Teil des Museums befasst sich mit der Darstellung der Currywurst in Filmen und Fernsehsendungen. Neben Ausschnitten unterschiedlicher Serienfolgen und Filme zeigt das Museum den amerikanischen Kultfilm “Best of the Wurst“.

Das Currywurst-Museum in Berlin ist grundsätzlich täglich von 10.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet; Einschränkungen sind auf Grund von Sonderveranstaltungen möglich. Das Currywurst.Museum wird privat betrieben und finanziert sich über die Eintrittsgelder . Führungen durch das Currywurst-Museum werden in unregelmäßigen Abständen angeboten. Der Imbiss des Museums bietet neben der traditionellen Berliner Currywurst auch die Curry-Bratwurst sowie eine Alternative aus Geflügelfleisch und eine vegetarische Currywurst an. Der Imbiss ist auch für Nichtbesucher des Museums zugänglich.



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