Die Berliner Mauer



Die Berliner Mauer trennte während der deutschen Teilung nicht nur Westberlin von Ostberlin, sondern auch die westlichen Berliner Stadtteile von
Hinweis Berliner Mauer
Hinweis Berliner Mauer
Nachbarstädten wie Potsdam. Eigentlich bestand die Berliner Mauern aus zwei Teilen, einer nahe an Westberlin grenzenden vorderen Mauer und einer etwas entfernt davon stehenden Hinterlandmauer. In die Hinterlandmauer wurden auch Hauswände grenznaher Gebäude integriert. Die Berliner Mauer markierte nicht den exakten Grenzverlauf, sondern befand sich unterschiedlich weit auf Ostberliner Gebiet. Die Aufteilung der Mauer in die Grenzmauer und die Hinterlandmauer ist vielen Berlin-Besuchern unbekannt.

Sowohl von der vorderen Grenzmauer als auch von der Hinterlandmauer sind einige Teile erhalten geblieben. An der Bernauer Straße befindet sich die Gedenkstätte Berliner Mauer, welche neben der Grenzbefestigung eine Dokumentation über das Geschehen an der Mauer zeigt und an die bei Fluchtversuchen erschossenen Menschen erinnert. Während einer mittags in der Kapelle der Versöhnung gehaltenen Andacht wird jeweils an ein Maueropfer gedacht, indem dessen Biografie verlesen wird. In der Niederkirchner Straße wurde ein Teilstück der Mauer in die überwiegend dem Nationalsozialismus gewidmete Gedenkstätte Topographie des Terrors integriert. Das dritte erhaltene Teilstück der vorderen Berliner Grenzmauer steht in der Liesenstraße, wo sich ebenfalls ein Teil der Hinterlandmauer befindet. Das bekannteste Teilstück der Hinterlandmauer bildet die von Künstlern gestaltete East Side Gallery in der Nähe der Oberbaumbrücke. An dieser Stelle war die vordere Grenzmauer unterbrochen, da sich die Grenze am westlichen Spreeufer befand. Weitere Reste der Berliner Hinterlandmauer sind am Leipziger Platz, auf dem Invalidenfriedhof und am Stettiner Bahnhof sowie beim ehemaligen Grenzübergang Chausseestraße zu sehen. Allerdings stehen nicht alle Reste der Hinterlandmauer unter Denkmalschutz, so dass in naher Zukunft mit der Entfernung weiterer Teile gerechnet werden muss. Von den ehemaligen Wachtürmen an der Mauer sind fünf erhalten, am bekanntesten ist der Turm in der Erna-Berger-Straße nahe des Potsdamer Platzes, dieser musste jedoch aus bautechnischen Gründen geringfügig vom ursprünglichen Platz versetzt werden. Der Turm in der Kieler Straße beherbergt eine auf vorherige Anmeldung zu besichtigende Gedenkstätte. Weitere Türme befinden sich auf dem Gebiet an Berlin angrenzender Nachbarorte.

Gedaenkstaette Berliner Mauer
Gedänkstätte der Berliner Mauer

Nach der Wende bestand der verständliche Wunsch, die Berliner Mauer abzubrechen, ehe der Hinweis auf den Denkmalschutz dazu motivierte, einige Bestandteile als Erinnerungsmal zu erhalten. Wo Teile der Berliner Mauer noch stehen, sind sie selbstverständlich frei zugänglich. Der Mauerweg führt auf einer Länge von einhundertsechzig Kilometern an den früheren Grenzbefestigungsanlagen entlang und wird überwiegend mit dem Fahrrad zurückgelegt.



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