Die Alte Nationalgalerie



Die Alte Nationalgalerie gehört zu den Museen auf der Berliner Museumsinsel, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist sie am einfachsten über den S-Bahnhof Hackescher Markt zu erreichen. Die Geschichte der Alten Nationalgalerie als Gemäldesammlung geht auf das Jahr 1861 zurück, als der damalige preußische König und spätere Kaiser Wilhelm I. ein aus zweihundertzweiundsechzig Gemälden bestehendes Erbe annahm und die Bilder zunächst in der Akademie der Künste ausstellte. Die Geschichte der Alten Nationalgalerie als eigenes Gebäude beginnt 1862 mit der ersten Planung oder 1876 mit der Eröffnung.

Das Gebäude der Alten Nationalgalerie erinnert an einen griechischen oder römischen Tempel, ergänzt wird das Hauptgebäude durch eine große Freitreppe. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Alte Nationalgalerie durch Bomben zerstört, dabei verbrannten auch große Teile der Kunstsammlung. Es besteht allerdings der Verdacht, dass ein Teil der Kunstwerke nicht zerstört, sondern in die Sowjetunion abtransportiert wurde.
Berlin Alte Nationalgalerie
Alte Nationalgalerie
Während der deutschen Teilung wurden nur dringend notwendige Arbeiten am Gebäude durchgeführt, mit einer umfangreichen Sanierung der Alten Nationalgalerie konnte erst 1990 begonnen werden.

Die Aufteilung der Bilder zwischen der Alten und der Neuen Nationalgalerie richtet sich wieder nach der Anfertigungszeit des Kunstwerkes, während der deutschen Teilung war die zeitliche Teilung vorübergehend aufgehoben worden. Seit der Wiedereröffnung der Alten Nationalgalerie zeigt die Neue Nationalgalerie nur Bilder des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhundert, während ältere Gemälde in der Alten Nationalgalerie ausgestellt werden. Im Mittelpunkt stehen in der Alten Nationalgalerie Werke aus dem neunzehnten Jahrhundert, zu den bekanntesten dort ausgestellten Malern gehören Caspar David und Édouard Manet. C. D. Friedrich und Karl Friedrich Schinkel sind für ihre Werke jeweils eigene Ausstellungsräume gewidmet. Die bekannteste in der Alten Nationalgalerie ausgestellte Skulptur ist die Prinzessinnengruppe; sie zeigt die Schwestern Friederike und Luise als preußische Prinzessinnen und wurde von Johann Gottfried Schadow angefertigt.


Die Besichtigung des Gebäudes der Alten Nationalgalerie von außen lohnt sich und ist selbstverständlich kostenfrei. Zurzeit sind für die Museen auf der Museumsinsel jeweils gesonderte Eintrittskarten zu lösen, möglicherweise ändert sich das nach dem geplanten Umbau der Museen auf der Museumsinsel zu einem Museumskomplex mit gemeinsamer Eingangshalle. Neben den Karten für einzelne Museen sind Mehrtageskarten für alle staatlichen Berliner Museen und weitere touristische Sonderangebote erhältlich.

Alte Nationalgalerie Berlin
Die Alte Nationalgalerie in Berlin



Copyright © 2017 sehenswürdigkeitenberlin.net